Hausbau ist teuer geworden

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Die Kosten für den Neubau von Mehrfamilienhäusern sind in Deutschland um nahezu 40 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie “Kostentreiber für den Wohnungsbau”, die das Verbändebündnis Wohnungsbau in Auftrag gegeben und diese Woche in Berlin vorgelegt hat. Die Studie wurde von der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. in Zusammenarbeit mit “HFK Rechtsanwälte” erstellt.

Erstmalig Vollkostenbetrachtung beim Wohnungsbau

In dieser Studie wurde, so die Mitteilung, erstmalig eine umfassende Vollkostenbetrachtung angestellt und nicht nur einzelne Kostengruppen bewertet. Investoren soll damit eine solide Planungsgrundlage in die Hang gegeben werden.

Im Zuge der Veröffentlichung wendet sich das Verbändebündnis Wohnungsbau, in dem sich der Deutsche Mieterbund (DMB), die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks und Wohnungsbau (DGfM) zusammengeschlossen haben, gegen eine staatlich verursachte Preisspirale.

Preisanstieg sei “staatlich gemacht”

“Um nahezu 40 Prozent sind die Kosten rund um den Neubau von Mehrfamilienhäusern in Deutschland seit dem Jahr 2000 gestiegen. Bei den reinen Baupreisen gab es im gleichen Zeitraum dagegen – wie bei den Lebenshaltungskosten auch – lediglich einen Anstieg von rund 27 Prozent. Die zusätzliche Kostensteigerung, die die Preisspirale beim Wohnungsneubau – und damit auch beim Wohnen – enorm nach oben gedreht hat, ist überwiegend staatlich gemacht”, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung. Und weiter: “Bund, Länder und Kommunen haben den Wohnungsbau in den vergangenen Jahren durch Gesetze, Verordnungen, Auflagen, Steuern und Materialanforderungen enorm verteuert. […] Das Verbändebündnis Wohnungsbau fordert Bund, Länder und Kommunen auf, jetzt endlich einzugreifen, um das Wohnen für Haushalte mit durchschnittlichen und unteren Einkommen wieder erschwinglich zu machen. Es sei dringend notwendig, die Kostentreiber beim Wohnungsbau zu begrenzen. Der Staat müsse damit aufhören, den Wohnungsbau durch immer neue Vorgaben zu ersticken. Stattdessen sei es erforderlich, mehr für bezahlbaren Wohnraum zu tun.”

Wo entstehen die Kosten?

Die Untersuchung weist auf der Basis eines Muster-Mehrfamilienhauses nach, dass die Neubaukosten pro Quadratmeter Wohnfläche konkret von 2.209 Euro im Jahr 2000 auf 3.080 Euro im vergangenen Jahr gestiegen sind. Die Studie zeigt die entscheidenden Preissteigerungen, die es seit dem Jahr 2000 gab, und identifiziert dabei zentrale Kostentreiber bei den Bauwerks- und Planungskosten (Energie-Effizienz, Barrierefreiheit, Brand- und Schallschutz, Schnee-, Sturm- und Erdbebensicherheit), bei den steuerlichen und baurechtlichen Vorgaben, bei den Bauland-Kosten und den Auflagen der Kommunen.

Gestern ist die Studie Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks übergeben worden, um damit entscheidende Inhalte für die Baukostensenkungskommission und somit auch für das “Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen” der Bundesregierung zu liefern.

Wer bauen möchte, sollte also warten, ob die Regierung Reformen prüft. Bis dahin können Sie sich für alle Fragen rund um Immobilien in Quedlinburg und im Landkreis Harz vertrauensvoll an Rönisch Immobilien wenden. Wir finden für Sie die beste Lösung.

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